Qualität in der Behandlung
Menschen in Agglomerationsräumen rücken dicht zusammen, ohne zwingend intensivere soziale Nähe zu erleben. Dieses Paradoxon prägt auch ihre gesundheitlichen Störungsphänomene.
Die Konfrontationen mit unterschiedlichsten Schicksalen fördert bei den Einsatzärzten/-innen über ihre Fachkompetenz hinaus ein Sensorium für geeignete Lösungen, für das Machbare und Wirksame sowie die Vermeidung unnötiger Massnahmen.
Neun von zehn Fällen werden vor Ort gelöst. Die übrigen Patienten/-innen erfordern eine Spitaleinweisung; davon leidet ein Drittel an einer Gesundheitsstörung mit möglicher Vitalbedrohung oder ist in Lebensgefahr.
Einsatzdaten werden konsequent erfasst und ausgewertet; sie bilden die Grundlage für die Qualitätssicherung, für Forschungsstudien und für gestalterische Aussagen zur Notfallversorgung. SOS AERZTE veranstaltet Schulungs- und Weiterbildungsanlässe und nimmt die Verantwortung als Kompetenzzentrum für Agglomerationsmedizin wahr.
Im Jahr 2006 behandelte SOS AERZTE rund 8000 Patienten/-innen, drei Viertel der Kontakte erfolgten im Agglomerationsraum von Zürich, die restlichen im übrigen Kantonsgebiet.